Digitales Notizbuch für Berater: Kindle Scribe, reMarkable oder Boox?

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Kurz gesagt: Für Berater, die neben Workshop-Notizen viele Fachbücher lesen, ist der Kindle Scribe die beste Wahl, meist reicht das Schwarzweißmodell. Wer vor allem schreibt und ohne Ablenkung arbeiten will, nimmt das reMarkable Paper Pro. Boox-Tablets lohnen sich nur, wenn du Android-Apps wie OneNote brauchst. Vor dem ersten Kundentermin solltest du klären, wohin das Gerät deine Notizen synchronisiert. Stand: Oktober 2026

Drei Workshops am Tag, zu jedem ein Block mit Notizen, dazu ein ausgedrucktes Fachkonzept mit Randbemerkungen. Nach zwei Wochen Projekt weiß niemand mehr, auf welchem Zettel die Entscheidung zur Frachtkostenabrechnung stand. So sieht der Projektalltag vieler Berater bis heute aus.

Ein digitales Notizbuch mit E-Ink-Display ist die Lösung, die dem Papier am nächsten kommt. Du schreibst mit einem Stift wie auf Papier, aber alles ist durchsuchbar, sortiert und passt in eine Laptoptasche. Die drei großen Optionen sind Amazons Kindle Scribe, das reMarkable Paper Pro und die Boox-Geräte. Sie unterscheiden sich stärker, als die Fotos vermuten lassen.

Was ein Berater wirklich braucht

  • Ein gutes Schreibgefühl, denn in Workshops schreibst du schnell und viel.
  • PDFs kommentieren, etwa Fachkonzepte, Testfälle oder Prozessbeschreibungen.
  • Notizen schnell wiederfinden, am besten mit Suche in der Handschrift.
  • Wenig Ablenkung. Ein Gerät, das nicht ständig mit Mails und Teams-Nachrichten piept, ist im Workshop ein Vorteil.
  • Klarheit darüber, wo die Notizen landen. Dazu unten mehr, denn das ist bei Kundendaten der wichtigste Punkt.

Die drei Optionen im Überblick

Kindle Scribe ColorsoftreMarkable Paper ProBoox Note Air
Display11 Zoll, Farbe11,8 Zoll, Farbeje nach Modell, Farbe oder Schwarzweiß
BetriebssystemKindlereMarkable OSAndroid
E-Books lesenJa, ganze Kindle-BibliothekNur eigene PDFs und EPUBsJa, über Apps
Fremde AppsNeinNeinJa
StärkeLesen und Schreiben in einem GerätSchreibgefühl und FokusFlexibilität
SchwächeNotizfunktionen weniger ausgereiftKein E-Book-Shop, Cloud-Suche im AboMehr Ablenkung, mehr Einstellarbeit
Ideal fürBerater, die viel lesenVielschreiber in WorkshopsOneNote- und Microsoft-365-Nutzer
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Kindle Scribe: Wenn du auch viel liest

Amazon hat Ende 2025 die Scribe-Reihe neu aufgelegt. Das Topmodell, der Kindle Scribe Colorsoft, hat ein 11-Zoll-Farbdisplay, kommt mit 32 oder 64 GB und hat den Premium Pen direkt im Karton. Daneben gibt es den Kindle Scribe der dritten Generation in Schwarzweiß mit Frontlicht, der spürbar günstiger ist.

Der große Vorteil für Berater: Du hast Fachbücher, SAP Press und Notizen in einem Gerät. Dokumente schickst du per „Send to Kindle“ aufs Gerät, darunter PDFs und Word-Dateien, und kannst sie dort kommentieren. Das Display ist heller als beim reMarkable, was in dunklen Besprechungsräumen oder abends im Hotel hilft.

Der Haken: Bei den reinen Notizfunktionen, also Ordnern, Vorlagen und dem Schreibgefühl, sehen viele Tests das reMarkable weiter vorn. Wenn du nur Text liest und Farbe nicht brauchst, reicht das Schwarzweißmodell.

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reMarkable Paper Pro: Wenn Schreiben im Mittelpunkt steht

Das reMarkable Paper Pro ist das Gerät für Leute, die vor allem schreiben wollen. Das Farbdisplay ist mit 11,8 Zoll etwas größer als beim Kindle, und das Schreibgefühl kommt Papier sehr nahe. Es gibt keinen Browser, keine Mails, keine Apps. Im Workshop ist genau das ein Vorteil: Du schreibst mit, statt nebenbei Nachrichten zu lesen.

PDFs und EPUBs lädst du per App oder USB aufs Gerät. Einen E-Book-Shop gibt es nicht. Die Suche in der Handschrift über die Cloud und einige Sync-Funktionen sind an das kostenpflichtige Abo reMarkable Connect gebunden. Für unterwegs gibt es außerdem das kleinere Paper Pro Move.

Der Haken: Das Paper Pro spielt in derselben Preisklasse wie der Kindle Scribe Colorsoft, kann aber keine Kindle-Bücher anzeigen. Bei Amazon ist es nicht immer verfügbar, im Shop des Herstellers schon.

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Boox Note Air: Wenn du OneNote und Co. brauchst

Boox-Geräte laufen mit Android. Du kannst dort Apps aus dem Play Store installieren, zum Beispiel OneNote, einen PDF-Reader deiner Wahl oder die Kindle-App. Wer seine Notizen ohnehin in Microsoft 365 organisiert, bekommt so ein E-Ink-Gerät, das sich in die gewohnte Umgebung einfügt.

Der Haken: Mehr Freiheit heißt auch mehr Ablenkung und mehr Einstellarbeit. E-Ink ist für schnelle Apps nicht gemacht, manches ruckelt. Und gerade bei Apps mit Cloud-Sync musst du genau hinschauen, wo deine Daten landen.

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Der Datenschutz-Check: Wohin gehen deine Kunden-Notizen?

Das ist der Punkt, den in den meisten Vergleichen niemand anspricht. Workshop-Notizen enthalten Prozessdetails, Kundennamen, manchmal Zahlen. Viele Beraterverträge haben Vertraulichkeitsklauseln, und manche Kunden schreiben vor, wo Projektdaten gespeichert werden dürfen.

Alle drei Geräte synchronisieren standardmäßig in eine Cloud. Prüf deshalb vor dem ersten Kundentermin, ob du die Synchronisation abschalten oder auf bestimmte Notizbücher beschränken kannst, und ob das mit den Vorgaben deines Kunden vereinbar ist. Im Zweifel schreib Kundennotizen nur lokal und übertrag das Ergebnis selbst ins Projektlaufwerk. Mehr dazu in Datenschutz unterwegs: Wie du als SAP-Berater sensible Kundendaten schützt.

Mein Fazit

Wenn du neben Workshops auch viele Fachbücher liest, nimm den Kindle Scribe. Für die meisten reicht das Schwarzweißmodell. Wenn Schreiben und Konzentration für dich wichtiger sind als Lesen, ist das reMarkable Paper Pro das bessere Werkzeug. Den Boox würde ich nur nehmen, wenn du wirklich eine bestimmte App wie OneNote auf dem Gerät brauchst.

Und egal welches Gerät: Kläre die Datenschutzfrage, bevor die ersten Kundennotizen drauf sind, nicht danach.

Häufige Fragen

Kindle Scribe oder reMarkable: Was ist besser für Berater?

Der Kindle Scribe ist besser, wenn du auch viel liest, weil er die ganze Kindle-Bibliothek anzeigt. Das reMarkable ist besser, wenn Schreibgefühl und ablenkungsfreies Arbeiten im Vordergrund stehen.

Kann ich auf einem E-Ink-Tablet PDFs kommentieren?

Ja, alle drei Gerätefamilien können PDFs anzeigen und mit dem Stift kommentieren. Beim Kindle schickst du die Dateien per Send to Kindle, beim reMarkable per App oder USB.

Läuft OneNote auf einem E-Ink-Tablet?

Auf Boox-Geräten mit Android ja. Kindle Scribe und reMarkable unterstützen keine fremden Apps.

Darf ich Kunden-Notizen auf einem E-Ink-Tablet speichern?

Das hängt von deinem Vertrag und den Vorgaben deines Kunden ab. Prüf vorher, ob die Cloud-Synchronisation abschaltbar ist, und kläre im Zweifel mit dem Kunden, wo Projektdaten liegen dürfen.

Welches digitale Notizbuch ist das beste für Berater?

Für die meisten Berater ist der Kindle Scribe die beste Wahl, weil er Notizen, PDFs und Fachbücher in einem Gerät vereint. Wer vor allem schreibt und Ablenkung vermeiden will, ist mit dem reMarkable Paper Pro besser bedient.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung erstellt und von Andreas Böhm inhaltlich geprüft. Produktangaben laut Herstellerangaben und veröffentlichten Tests, ohne eigenen Langzeittest. Preise und Verfügbarkeit können sich ändern.

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